Myelom-Gruppe Rhein-Main

Letzte Aktualisierung: 18 Dezember 2013

Klinische Studien/Forschung

Viele neue Therapien müssen zunächst gründlich überprüft werden, damit Behandlungsfortschritte erreicht werden können. Die Therapieprüfung geschieht in klinischen Studien. Die Behandlungssicherheit ist in klinischen Studien größer als außerhalb von Studien. Dies liegt nicht zuletzt an dem intensiven Austausch der beteiligten Ärzte und Wissenschaftler innerhalb einer Studiengruppe.

Viele Patienten werden von ihrem Arzt gefragt, ob sie bereit sind, an einer Studie teilzunehmen. Dazu möchten wir Sie ermutigen. Sie können auch aktiv nach einer laufenden, für Sie geeigneten Studie fragen.

Nur durch die Bereitschaft zur Teilnahme an Studien ist ein klinischer Fortschritt möglich, und für Sie bedeutet die Behandlung im Rahmen einer Studie eine sehr gute Überwachung Ihrer Therapie sowie eine zusätzliche Heilungschance durch neue Entwicklungen.

  • Eine Broschüre mit ausführlichen Informationen zum Thema Klinische Studien können Sie hier herunterladen.
  • Häufige Fragen und Antworten zum Thema Klinische Studien können Sie hier herunterladen.
  • Ein Glossar mit in diesem Zusammenhang häufig gebrauchten Begriffen finden Sie hier.

Multiples Myelom Studiengruppen (MMSG) in Deutschland:

In Deutschland ist das Krankheitsbild Multiples Myelom/Plasmozytom seit 2003 durch die zwei großen deutschen Myelom Studiengruppen, DSMM (Prof. Dr. Einsele, Dr. C. Straka) und GMMG (Prof. Dr. Goldschmidt), im Kompetenznetz Maligne Lymphome vertreten. Die Kooperation wird genutzt, um die Fortschritte in der Behandlung sowohl durch die Durchführung klinischer Studien als auch durch Grundlagenforschung voranzutreiben. Angestrebt wird dabei unter anderem der Aufbau einer Zell-, Serum- und DNA-Materialbank, die als Grundlage für klinische Studien das Verständnis zytogenetischer, genomischer und proteomischer Zusammenhänge ausbaut.

Bei der Therapie werden derzeit unter anderem Studien zur Optimierung der Hochdosistherapie mit Stammzelltransplantation durchgeführt. Außerdem wird geprüft, inwieweit sich der Graft-versus-Myeloma Effekt durch allogene Stammzelltransplantation am besten ausnutzen lässt. Neben einer Reihe von weiteren Therapiestudien wird auch an der Verbesserung diagnostischer und prognostischer Tests auf der Basis der CHIP-Technik gearbeitet.

Für weitere Informationen zu aktiven Studienprotokollen und zum Kompetenznetz klicken Sie hier.

Multiples Myelom Studiengruppen (MMSG) in Österreich:

In Österreich werden die meisten Studien durch die CEMSG (Central European Myeloma Study Group) durchgeführt. Hier werden Studien sowohl für neu diagnostizierte Patienten, für die eine Hochdosistherapie geeignet ist, als auch für ältere Patienten angeboten. Für Patienten mit rezidiviertem (wieder aufgetretenem) bzw. refraktärem (auf die Behandlung nicht reagierendem) Myelom gibt es mehrere Studien mit neuen Medikamenten wie zum Beispiel Arsentrioxid, Imexon und Avastin. Leiter der Studiengruppe ist Prof. Dr. H. Ludwig in Wien.

Weitere Informationen zu Studiengruppen zum Multiplen Myelom in Österreich finden Sie hier.

 

Text mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Krebshilfe
und der Deutschen Leukämie- und Lymphom-Hilfe e.V.